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Drachenfestival Kite "lässt alles fliegen"

k a m e n k i t e 2008


21. Internationales Drachenfestival
am 17. und 18. Mai in Kamen – Heeren-Werve
auf dem Segelfuggelände an der Derner Straße

ALLES KANN FLIEGEN!

Alles kann fliegen - davon können sich kleine und große Drachenfreunde beim 21. Drachenfestival kamen kite 2008 überzeugen.
Am 17. und 18. Mai „steigt“ auf dem Segelfluggelände an der Derner Straße das bunte Familienfest, zu dem die Stadt Kamen herzlich einlädt. Kleine und große Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf viele Attraktionen am Himmel und auf der Erde freuen.
Traditionell werden "Drachenfreaks" aus Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten erwartet. Aus gutem Grund: Das über die Grenzen der Stadt bekannte Festival bildet alljährlich den Auftakt der neuen Drachensaison in Deutschland. Und so sind in aller Regel zu Beginn des "Drachenjahres" die neusten Modelle zu bewundern. So wurden im „Kamener Flugraum“ schon die unterschiedlichsten Objekte gesichtet: Autos, Eisenbahnen, Schiffe, Häuser, Burgen, Schweinchen und Elefanten und andere abenteuerliche Figuren schwebten in den vergangenen Jahren durch die Lüfte. Für die Drachenfans ist halt nichts unmöglich - alles kann fliegen!

Für das beliebte und überregional bekannte Drachenfestival Kite laufen die Vorbereitungen natürlich schon auf Hochtouren. Wie in den Vorjahren werden die Kamener Organisatoren routiniert von Drachen- und Feuerwerksspezialisten Uwe Gryzbeck aus Gevelsberg und seinem Team unterstützt.

Natürlich wird es auch wieder ein attraktives Rahmenprogramm geben. Insofern ist für reichlich Abwechslung gesorgt. Karussell, Hüpfburg, Kinderprogramme sowie Informations- und Mitmachveranstaltungen gehören neben einem umfangreichen Gastronomieangebot zum Festival. Heißluftballon-Aufstiege am Samstag sowie Mitmach-Aktionen für Besucher aller Altersgruppen während er gesamten Veranstaltung runden das Programm ab. Das sehenswerte Nacht-Drachenfliegen mit Drachenfeuerwerk am Samstagabend bei Einbruch der Dunkelheit wird die Zuschauer wieder in seinen Bann ziehen.

Informationen zum Drachenfest kamen kite 2008 gibt es auf den Internetseiten der Stadt Kamen www.stadt-kamen.de (Seite AKTUELL, Abschnitt N E W S) und der Firma AVANTGARDE Drachen und Feuerwerk www.drachenundfeuerwerk.de sowie auch auf einer eigenen Homepage unter www.kite-kamen.de. Folgen Sie einfach dem bunten Schmetterling.

Nähere oder spezielle Informationen erhalten Sie über die Stadtverwaltung Kamen, Herrn Klein, Telefon 02307 / 148-1302, oder per e-mail: ulrich.klein@stadt-kamen.de.

Veranstalter und Organisatoren sind die Stadt Kamen -Fachbereich Stadtmarketing- sowie Uwe Gryzbeck und Ulla Bebko von AVANTGARDE Drachen und Feuerwerk in Gevelsberg.

Ein Besuch der kamen kite 2008 lohnt sich. Also Termin vormerken und vorbei schauen!

 

 

 

EINE KLEINE DRACHENGESCHICHTE

Drachenfestivals auf allen Kontinenten, in Ost und West finden immer mehr Zuspruch. Ob in Weifang, der chinesischen "Drachenhauptstadt", Bristol, Fanø, Damp oder Budapest, tausende Zuschauer strömen zusammen, um die farbenprächtigen Windvögel am Himmel zu bewundern.
Das neu geweckte Interesse geht einher mit neuen Bezeichnungen: Aus dem guten alten Drachen wird der "neu-deutsche" kite, aus dem Drachenfreund der Fan oder Freak.

Ganz aktuell: Drachen als Zusatzantrieb für das Containerschiff "Beluga Skysail"

Die Wiegen der Drachenbaukunst standen in China und Japan. Seit Jahrhunderten schweben kunstvoll gestaltete Tiere und Fabelwesen bei religiösen und anderen Feiern über den Köpfen der Menge.
Bei Wettkämpfen mit Kampfdrachen ging und geht es darum, durch geschickte Lenkmanöver die Flugfiguren des Gegners zu behindern oder die Halteleinen zu kappen. Große Drachen dienten als Arbeitsgeräte beim Häuserbau oder um schwere Statuen an den vorgesehenen Platz zu heben.

Den Weg nach Europa fanden die Windvögel im 16. Jahrhundert durch die sich verstärkenden Handelsbeziehungen mit dem Reich der Mitte. Holländische Kinder waren die ersten, die sich mit dem neuen Spielzeug vergnügten. In der Zeit der Aufklärung erfuhr, bedingt durch das wachsende Interesse an den exakten Naturwissenschaften, der Drachen die "Aufwertung" zum wissenschaftlichen Hilfsinstrument: Bereits um 1750 trugen Drachen Thermometer in die Luft und lieferten so Daten für die noch in den Kinderschuhen stehende Klima- und Wetterforschung. Ein weiterer Meilenstein waren die Messungen der Elektrizität in Gewitterwolken, für die der amerikanische Physiker und Staatsmann Benjamin Franklin 1751 in Philadelphia ebenfalls einen Drachen einsetzte. Spätestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts setzten Wetterstationen und Forschungsinstitute in Europa und den USA regelmäßig und flächendeckend Drachen ein, um Messwerte aus den jeweiligen Höhen und Luftschichten zu erhalten.
Zur gleichen Zeit zogen Drachen Schlitten durch Sibirien oder schwebten als Werbeflächen über den Köpfen der Spaziergänger in den europäischen Hauptstädten.
Versuche, Drachen zur Rettung aus Seenot einzusetzen, waren zwar erfolgreich, aber durch die Entwicklung besserer Hilfstechniken nicht sehr langlebig. Kamera- oder menschentragende Drachen war ebenfalls nur eine kurze Blütezeit beschieden. Der Windvogel als Spielzeug erlebte ein Auf und Ab, geriet aber nie wirklich in Vergessenheit.

Die Situation änderte sich völlig, als die ursprünglichen Baumaterialien wie Holz, Bambus, Papier durch Produkte ersetzt wurden, die bei geringerem Gewicht wesentlich höhere Belastungen zulassen. Gestänge werden heute aus Fiberglas oder Kohlefasern gebaut und mit Chemiefasern wie Tyvek Spinnakernylon bespannt.
Mit diesen Baustoffen wird eine neue Vielfalt von Formen möglich: ein Octopus, für den 300 qm Stoff genäht und geklebt wurden, Sportdrachen die durchaus einen 80 Kilo schweren Mann tragen können oder die bis zu 200 Stundenkilometer erreichen, ein Ultraleichtdrachen, der unter 100 Gramm wiegt, und - einmal in die Luft geworfen - sogar in der Windstille einer Halle schwebt.

Eine besondere Variante sind Drachen, die nach dem Luftkammerprinzip gebaut sind, also ohne stützendes und versteifendes Gerüst auskommen - ihr großer Vorteil: sie lassen sich nach Gebrauch auf kleinstem Raum verstauen und mühelos transportieren.
Der vor etwa 25 Jahren einsetzende Drachenboom brachte nationale und internationale Wettkämpfe mit Meistertiteln und -ehren, sportlichen Einsatz bis zum letzten.
Eher gemütlich geht es dagegen bei den meisten Festivals zu: Für Veranstalter und Teilnehmer ist es wichtiger, neue Modelle zu erproben und die Phantasie der Konstrukteure zu bewundern. Oder, den Eigenbau auf den Jungfernflug zu schicken.
„Bilder für den Himmel“ eine Kunstaktion mit Wanderausstellung, initiiert von Paul Eubel:
Diese Träume und Ideen realisierten Maler wie Emil Schumacher, Friedensreich Hundertwasser, Günther Uecker, Victor Vaserely und Toshimitsu Imai, die gemeinsam 150 flugfähige Papierdrachen von allen Kontinenten bemalten.

Japanische Drachenspezialisten hatten hierfür aus Maulbeerbastpapier, dünner Leinwand und präpariertem Bambus diese Kunstdrachen gebaut. Konstruiert eben nach jenen Handwerksregeln und in den acht traditionellen Grundformen, die dort seit Jahrhunderten von Generation zu Generation überliefert werden.



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